Umwelt

Umweltfreundlich Europa erfahren

Europa ist zusammengewachsen. Ein dichtes Netz von Straßen, Schienen und Fluglinien durchziehen unseren Kontinent. Auf dem Weg zur Arbeit oder in den Urlaub nutzen wir Europas Verkehrswege. Genauso für den Austausch von Waren – ob Tomaten oder Medikamente, Hemden oder Autos. Ganz selbstverständlich überqueren wir als Reisende ebenso wie Güter Ländergrenzen ohne Hindernisse. Mobilität wächst in Europa. Das ist eine Herausforderung für die Leistungsfähigkeit der Netze – und für die Umwelt.

Wir als Deutsche Bahn sind uns der Verantwortung für nachhaltige Mobilität bewusst und möchten Teil der Lösung sein. Als Umweltvorreiter und Klimaschützer. Personen- und Güterverkehr in Europa kann langfristig und nachhaltig nur durch die effiziente Verbindung aller verfügbaren Transportmittel abgewickelt werden. Dennoch spricht vieles dafür, einen möglichst großen Teil davon auf die Schiene zu verlegen.

Wir fahren emissionsarm

Der Verkehrssektor als Ganzes ist heute für gut ein Fünftel der Kohlendioxid-Emissionen verantwortlich. 95 Prozent davon gehen auf den Straßenverkehr zurück. Während Fußgänger und Radfahrer naturgemäß keine Emissionen verursachen, sind es bei einem Reisebus bereits 32 Gramm pro Kilometer und Person. Das Auto liegt bei durchschnittlich 140 Gramm CO2 pro Personenkilometer. Einsam an der Spitze das Flugzeug: 214 Gramm CO2 pro Personenkilometer schlagen hier zu Buche. Die besten Werte in der Kategorie „Klimaschutz“ hat die Bahn vorzuweisen: Weniger als 1 Gramm CO2 stößt ein durchschnittlicher DB-Zug pro Personenkilometer aus.

In Deutschland werden über 90 Prozent der Verkehrsleistung von elektrisch betriebenen Zügen erbracht. Immer mehr Strecken werden elektrifiziert. So sollen künftig zum Beispiel auch auf dem sogenannten Ostkorridor zwischen Hof und Regensburg, wo derzeit noch Dieselzüge fahren, schnelle und klimaschonende Elektroloks zum Einsatz kommen.

Wir fahren mit Ökostrom

Bereits im Jahr 2018 erreichten wir einen Ökostromanteil von 57 Prozent, im Fernverkehr sogar von 100 Prozent (siehe Grafik rechts). Und es wird noch besser: Bis 2030 investieren wir 50 Millionen Euro, um den Anteil an Ökostrom in unserem Netz auf 80 Prozent zu erhöhen.

Schon heute können Kunden ihre Güter auf der Schiene mit 100 Prozent Ökostrom transportieren – mit dem Angebot „DBeco plus“. Die Ökostrommengen, die für den Transport benötigt werden berechnen wir und speisen sie in unser Netz ein.

Auch wir haben viel getan, um den Energieverbrauch unserer Züge zu minimieren. Denn die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen ist nur ein Schritt auf dem Weg zu einem möglichst klimaneutralen Verkehr.

Mehr zum Thema Ökostrom und Erneuerbare Energieen bei der DB finden Sie auf der Website der DB AG.

Wir fahren energieeffizient

Der durchschnittliche Energieverbrauch ist in den letzten 20 Jahren in allen Bereichen des Güter- und Personenverkehrs gesunken, am deutlichsten im Schienenverkehr. Bei Nahverkehrszügen sank er um ganze 57 Prozent, bei Güterzügen um 49 Prozent. Sowohl technische Verbesserungen an den Fahrzeugen, als auch eine höhere Auslastung der Züge waren entscheidend für diesen Erfolg.

Unsere Mitarbeiter tragen oft auch ganz persönlich zum Energiesparen bei: Seit über 10 Jahren lernen unsere Lokführer, wie sie mit verschiedensten Techniken bis zu 10 Prozent Energie einsparen können. Neue Fahrassistenzsysteme helfen ihnen dabei und machen künftig noch größere Einsparungen möglich.

Die Fahrzeugflotte wird modernisiert, neue Triebwagen sind mit energieeffizienter Antriebstechnik und innovativen Technologien wie Bremsrückgewinnungssystemen ausgestattet. Wir gehen hier neue Wege. Und unser Flaggschiff – der ICE 4 - ist ein gutes Beispiel dafür: Seit 2017 ist der ICE 4 auf hoch frequentierten Strecken zwischen deutschen Großstädten unterwegs. Schon bei seiner Entwicklung und Konstruktion haben wir ihn auf Effizienz getrimmt: Mit seiner innovativen Stahlkonstruktion und einem Leergewicht von nur 670 Tonnen ist sein Energieverbrauch je Sitzplatz bis zu 22 Prozent niedriger als noch beim ICE 1!

Bei der Entwicklung des ICE 4 stand nicht dessen Höchstgeschwindigkeit an erster Stelle. Effizienz und Umweltfreundlichkeit – das waren die Eckpunkte, um die der neue Zug entworfen wurde. Schon an seinem verbesserten, windschnittigen Design erkennt man, dass er sich von seinen Vorgängern unterscheidet. Und davon profitieren alle: Platz wird besser genutzt, gleichzeitig verbrauchen wir weniger Energie. Dazu ist die Ausstattung für unsere Fahrgäste auf dem neuesten Stand. So ist reisen im ICE so komfortabel und grün wie nie zuvor.

Noch mehr über den neuen ICE 4 gibt es hier.

Wir bauen platzsparend

Der Platzbedarf beim Neubau von Bahnstrecken ist vergleichsweise niedrig: Pro Streckenkilometer des Schienennetzes wird gerade einmal die Hälfte der Fläche benötigt, die beim Straßenbau verbraucht wird.

Trotzdem greifen wir mit jedem Neubau in die Natur ein. Das kompensieren wir mit Ausgleichsmaßnahmen: In über 140 Umweltprojekten engagieren wir uns für den Arten- und Naturschutz. Zum Beispiel mit der Wiederansiedlung von Wildpferden in der Nähe von Hanau und Aschaffenburg.

Wildpferde sind in Europa kaum noch anzutreffen, obwohl sie einen entscheidenden Beitrag zu einem gesunden Ökosystem leisten. Wo sie grasen, halten sie Flächen frei – und ermöglichen damit zahlreichen Pflanzen- und Tierarten, sich ebenfalls dort anzusiedeln. So schafft die Bahn mithilfe der Tiere Biotope, um für den Streckenbau genutzte Flächen auszugleichen.

Die Bahn und Umweltschutz: Wildpferde sind nur ein Beispiel dafür, was getan wird, um die Natur zu erhalten und zu schonen. Hier wird das Projekt vorgestellt.

Weiterführende Links:

Das ist grün – alle grünen Projekte bei der Deutschen Bahn kurz und verständlich erklärt

Ökostrom und CO2 – DB-Themenseite mit vielen Infografiken und Links

Oli’s Bahnwelt: Klimaschutz – Kindgerechte Darstellung „grüner“ Bahn-Themen

Noah’s Train – Kunst & Klimaschutz auf der Schiene