#BahnfuerEuropa

Verkehrsnetze sind die Lebensadern Europas. Wir sind ein europäisches Unternehmen und haben Mitarbeiter aus und in ganz Europa. Wir arbeiten zusammen, auch über Grenzen hinweg. Wir möchten Ihnen neue Horizonte aufzeigen – steigen Sie ein!

 
 

"Europa braucht einen funktionierenden Schienengüterverkehr!"

DB Cargo ist in 17 europäischen Ländern mit eigenen Landesgesellschaften und mit Partnerbahnen aktiv. Seit März 2019 ist der Cargo-Vorstand unter Leitung von Dr. Roland Bosch mit dem Niederländer Pierre Timmermans (Vertrieb) und dem Polen Marek Staszek (Produktion) komplett und auch europäisch aufgestellt. Marek Staszek spricht im Interview zu Europa und was wäre, wenn es keinen europäischen Binnenmarkt gäbe…

"Europa braucht einen funktionierenden Schienengüterverkehr!"

DB Cargo ist in 17 europäischen Ländern mit eigenen Landesgesellschaften und mit Partnerbahnen aktiv. Seit März 2019 ist der Cargo-Vorstand unter Leitung von Dr. Roland Bosch mit dem Niederländer Pierre Timmermans (Vertrieb) und dem Polen Marek Staszek (Produktion) komplett und auch europäisch aufgestellt. Marek Staszek spricht im Interview zu Europa und was wäre, wenn es keinen europäischen Binnenmarkt gäbe…

Marek Staszek, Vorstand Produktion der DB Cargo AG

Was bedeutet Europa für Sie persönlich?

Europa ist das Zuhause von über 740 Millionen Menschen, die hier leben, arbeiten und ihre Geschäfte tätigen. Es ist ein Zusammenschluss von Ländern, Regionen, Städten und Dörfern, dessen Einwohner gemeinsame Werte der Demokratie, Menschenrechte und nachhaltigen Entwicklungen teilen. Heutzutage bietet Europa allen die Möglichkeit, sich in einer globalisierten und polarisierenden Wirtschaft zu entwickeln und zu überleben. Ich glaube fest daran, dass für jedes Land ein vereintes Europa der richtige Weg für den Fortschritt ist.

Deutsche Bahn AG / Georg Wagner

DB Cargo ist unter dem Dach der DB ein echter europäischer Player. Nennen Sie einige zentrale Aspekte Ihrer täglichen Arbeit, die nur dank eines geeinten Europas in der jetzigen Form möglich sind. 

Europa braucht einen funktionierenden Schienengüterverkehr, denn er ist der grünste Verkehrsträger. Angesichts wachsender Verkehrsvolumen bietet er eine Lösung an, um die Umwelt zu schützen (#railfreightforward). Und ohne Europa kann der Schienengüterverkehr nicht wirtschaftlich sein. Wir fahren 60 Prozent unserer Verkehre über mindestens eine Landesgrenze, denn unsere Kunden sind international unterwegs. Das heißt, der weitere Ausbau unseres europäischen Netzwerkes für eine bessere Qualität und mehr Service ist maßgeblich für unser Wachstum. Und: Je länger die Strecke und die Auslastung der Züge sind, umso wirtschaftlicher sind unsere Transporte. Das macht Europa für uns auch so interessant.

Dennoch gibt es noch eine Menge zu tun, um tatsächlich wie der Lkw grenzenlos und ohne technische Barrieren von einem ins andere europäische Land zu fahren. Im Einzelwagenverkehr sind wir mit Xrail - einem Verbund von mehreren europäischen Güterbahnen - dabei, ein kapazitätsgesteuertes Netzwerk einzuführen. Das heißt, alle Sendungen bekommen einen Transportplan, nach dem gesteuert wird. Mit der Einführung des Buchungssystem können wir erstmals Sendungen grenzüberschreitend einheitlich und nach Transportplan steuern. Dass wir im europäischen Schulterschluss funktionieren und zusammenarbeiten müssen, sehen auch unsere Partnerbahnen. Auf der einen Seite sind wir Wettbewerber, und dort, wo es Sinn macht, einvernehmliche Partner. 

Wie sähe Ihr Geschäftsmodell ohne einen europäischen Binnenmarkt aus?“

Stellen wir uns Europa ohne europäischen Binnenmarkt vor: Jedes der 28 Länder der EU wäre ein eigenes Zollgebiet mit eigenen Zöllen und eigener Gesetzgebung. Will man hier Geschäfte machen und Waren in das jeweils andere Land bringen, müssten vor dem Bahntransport Export- und danach Importzollanmeldungen vorgenommen werden. Was die Beförderung auf der Schiene anbelangt (beispielsweise aus Deutschland nach Italien über Österreich), so würden Zollüberwachungsverfahren bestehen. Stopps an speziell zugelassenen Orten im Versand, im Empfang und an jeder der Zollgrenzen zur Erfüllung von Formalitäten wären weitere Folgen. Auch müssten Zolldokumente beim Transport mitgeführt werden, die leider größtenteils noch nicht elektronisch ersetzt werden können. 

Um es auf den Punkt zu bringen: Die gesamte Abwicklung des Bahnverkehrs einschließlich damit verknüpfter Logistikkonzepte wäre hochkomplex. All dies würde Zusatzkosten und längere Transportzeiten verursachen. 

Seien wir froh, dass es den europäischen Binnenmarkt gibt, denn er ist für uns und alle Beteiligten von großem Vorteil.

x

Giuseppe Soraci: Europäer – Italiener – DB-Mitarbeiter

Bei Deutschen Bahn arbeiten wir allein in Deutschland mit Kollegen aus rund 100 Ländern zusammen. Giuseppe Soraci ist einer davon - aber ein ganz besonderer.

Giuseppe Soraci: Europäer – Italiener – DB-Mitarbeiter

Der Italiener Guiseppe Soraci arbeitet schon seit 22 Jahren bei der Deutschen Bahn und kümmert sich darum, dass es in den Zügen immer sauber ist. Mit seiner guten Laune und großen Hilfsbereitschaft versüßt er vielen Reisenden die Fahrt.

Mit Herz und Hand

Wenn Guiseppe an seinem Heimatbahnhof Regensburg um 10.32 Uhr in den ICE 228 aus Wien steigt, trifft er fast immer bekannte Gesichter. Viele der Fahrgäste kennen ihn bereits – seine gute Laune und sein italienischer Charme machen ihn unverwechselbar.

Singend und pfeifend putzt er die Zugtoiletten und sammelt den Müll ein. Auch die Fahrgäste hat er dabei immer im Blick: Er hilft beim Einsteigen, verstaut Koffer und drückt Kindern kleine Schokoladentafeln in die Hand. Für kleine Scherze oder Komplimente ist immer genug Zeit. Damit begeistert er nicht nur die Fahrgäste, auch seine Zugchefin Alex freut sich jedes Mal, wenn er zusteigt.

Ein Team – über 100 Nationen

Guiseppe fühlt sich wohl bei der Deutschen Bahn und liebt sein internationales Umfeld. „Ich habe hier Kollegen aus aller Welt. Viele sind Europäer, so wie ich“, freut er sich. Menschen aus über 100 Ländern arbeiten mit ihm für die Deutsche Bahn in Deutschland. Wie das funktioniert? Ganz einfach: „Wenn man bei der Bahn ist, muss man sich gegenseitig respektieren“, verrät er.

Sogar wenn er in einigen Jahren in Rente geht, möchte Soraci seinen Job, in angemessenem Umfang, gerne weiter machen – und die Menschen in Europa weiter verbinden!

x
 
 

 

Wussten Sie schon...

 

...dass wir 150 Ziele im europäischen Ausland direkt von Deutschland aus anfahren?

Die Verbindung München–Berlin ist ziemlich wichtig, von Frankfurt nach Dresden fahren jeden Tag viele hundert Menschen. Aber wir denken noch weiter und bieten Ihnen direkte Zugverbindungen in 150 europäische Städte in 12 Ländern.

Copy Text
Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola
Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola

„Eisenbahn und Europa gehören zusammen“

Auf der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz hat unser Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz starke Worte gefunden für ein starkes Europa – und aufgezeigt, welche Richtung wir als Deutsche Bahn einschlagen müssen, damit die Chancen der Schiene in vollem Umfang genutzt werden.

„Eisenbahn und Europa gehören zusammen“

Auf der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz hat unser Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz starke Worte gefunden für ein starkes Europa – und aufgezeigt, welche Richtung wir als Deutsche Bahn einschlagen müssen, damit die Chancen der Schiene in vollem Umfang genutzt werden.

Hier der Teil von Dr. Lutz‘ Rede zum Thema „Bahn für Europa“ im Wortlaut:

„Über Europa und die Zukunft europäischer Integration wird aktuell viel diskutiert. Für uns als DB ist es selbstverständlich, uns mit diesen Fragen zu befassen. Nicht zuletzt, weil unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Ecken Europas kommen – Sie haben es eingangs gesehen.

Klar ist: Die Eisenbahn in Europa – früher noch fragmentiert durch Nationalismus und Militarismus – ist heute geprägt durch Kooperation, durch Austausch über Grenzen hinweg. Wir als DB bringen tagtäglich Menschen aller Kulturen und Prägungen ans Ziel, stehen für Begegnung, Offenheit und Vielfalt. Daher bekennen wir uns ausdrücklich zu einem starken Europa, freiheitlich und integriert. Eisenbahn und Europa gehören zusammen. Sie machen einander stark.

Klar ist aber auch: Die integrative Kraft der Bahn ließe sich in Europa noch stärker nutzen, für das schnelle, klimafreundliche Verknüpfen von Märkten und Kulturen. Vieles ist vorstellbar, die Bahn hat Potential – in Europa wie auch hierzulande!

Es gilt jetzt, den eingeschlagenen Weg zu einer besseren Bahn konsequent weiterzugehen: Mit klarem Fokus auf mehr Kapazität, im Bewusstsein des großen Potentials der Schiene – und vor allem zum Wohle unserer Kunden!“

x

Warum eigentlich „Bahn für Europa“?

In den kommenden Wochen fahren wir ganz besonders auf Europa ab: Mit einer Infokampagne, Magazinbeiträgen, Gewinnspielen, starken Statements unserer Mitarbeiter und unseres Vorstands und einigem mehr. Warum gerade jetzt? Weil es an der Zeit ist!

Warum eigentlich „Bahn für Europa“?

In den kommenden Wochen fahren wir ganz besonders auf Europa ab: Mit einer Infokampagne, Magazinbeiträgen, Gewinnspielen, starken Statements unserer Mitarbeiter und unseres Vorstands und einigem mehr. Warum gerade jetzt? Weil es an der Zeit ist!

Alles normal, oder?

Was wir an Europa haben, ist nämlich längst nicht selbstverständlich: Wir können von Lissabon bis nach Warschau fahren, ohne einen Reisepass vorzeigen zu müssen. Unsere Möbel werden über Nacht aus Finnland nach Berlin geliefert und wir arbeiten in Basel, obwohl wir in Freiburg wohnen. Alles normal, oder?

Keineswegs! Viele wissen noch aus ihrer Kindheit, wie lange die Reise in den Italien-Urlaub wurde, wenn am Brenner kontrolliert wurde und man gefühlt ab Innsbruck im Stau stand. In Schatullen auf Dachböden in ganz Deutschland finden sich sicher noch in Jahrzehnten Franc, Gulden und Schillinge.

Was wir tun

Heute können wir in einem vereinten Europa leben: ohne Grenzen, mit einer gemeinsamen Währung, einem funktionierenden Binnenmarkt und vor allem: ohne Krieg zwischen den europäischen Staaten.

Damit die europäische Idee lebendig bleibt und wir Europäer weiterhin von allen Freiheiten profitieren, die wir heute genießen, müssen wir daran arbeiten. Diesen Auftrag haben nicht nur die Politiker in Straßburg und Brüssel, sondern nicht zuletzt auch wir als Deutsche Bahn. Wir sind mit dafür verantwortlich, dass Menschen und Güter Tag für Tag reibungslos quer durch unseren Kontinent von A nach B gelangen. Hier läuft längst noch nicht alles perfekt. Und es gibt noch viel Potenzial, Europa noch erfolgreicher zu machen, noch mehr für die Umwelt zu tun und den Austausch zwischen den Menschen zu fördern.

Wir möchten Ihnen in den kommenden Wochen zeigen, was wir schon heute dafür tun und wo sich durch unsere Bemühungen Chancen für Sie auftun – heute und in Zukunft.

x