Blog-Archiv

Bild: DB AG

Der ICE ‚Europa/Europe‘ zum Basteln!

Pünktlich zur Zugtaufe des ICE ‚Europa/Europe‘ gibt es ihn für Kinder auch als Bastelbogen aus Papier.

Der ICE ‚Europa/Europe‘ zum Basteln!

Pünktlich zur Zugtaufe des ICE ‚Europa/Europe‘ gibt es ihn für Kinder auch als Bastelbogen aus Papier.

Schaut einfach vorbei auf Olis Bahnwelt, der Kinderseite der DB. Viel Spaß!

Bild: DB AG
x
Bild: DB AG/fischerAppelt

Europa in der DB: Ioannis Kourtzidis

Griechisch, Deutsch, Belgisch, Französisch – bei Ioannis Kourtzidis vereinen sich verschiedene Nationen und Sprachen. Der Zugchef im Belgien-Verkehr ist Europäer auf ganzer Linie. Mehr über ihn, wie er zur DB gekommen ist und was ihm Europa bedeutet, erfahren Sie im Video.

Europa in der DB: Ioannis Kourtzidis

Griechisch, Deutsch, Belgisch, Französisch – bei Ioannis Kourtzidis vereinen sich verschiedene Nationen und Sprachen. Der Zugchef im Belgien-Verkehr ist Europäer auf ganzer Linie. Mehr über ihn, wie er zur DB gekommen ist und was ihm Europa bedeutet, erfahren Sie im Video.

Ioannis Kourtzidis hat griechische Wurzeln: Seine Großeltern waren nach Deutschland ausgewandert, er selbst ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Der 32-Jährige ist seit fünf Jahren Eisenbahner. Um als Zugchef im Belgien-Verkehr zwischen Frankfurt und Brüssel arbeiten zu können, hat er Französisch und Flämisch gelernt.

x
DB AG/Kristin Lübcke

Im Eisenbahngalopp nach Breslau

Mehr als 45.000 Fahrgäste und 350 Kulturschaffende sowie weitere Akteure waren bereits mit dem Kulturzug unterwegs. Vor drei Jahren ist er zum ersten Mal von Berlin nach Breslau gestartet. Was ist das Erfolgsrezept seiner Macher? Wir stellen fünf besondere Stationen einer Reise vor, bei der zum Saisonauftakt auch prominente Fahrgäste an Bord waren.

Im Eisenbahngalopp nach Breslau

Mehr als 45.000 Fahrgäste und 350 Kulturschaffende sowie weitere Akteure waren bereits mit dem Kulturzug unterwegs. Vor drei Jahren ist er zum ersten Mal von Berlin nach Breslau gestartet. Was ist das Erfolgsrezept seiner Macher? Wir stellen fünf besondere Stationen einer Reise vor, bei der zum Saisonauftakt auch prominente Fahrgäste an Bord waren.

Von Seifenoper bis Tanztee

Station 1, 12:40 Uhr, Berlin Ostkreuz

Ob die Chemikerin Clara Immerwahr, der Industrielle August Borsig oder der Politiker Ferdinand Lassalle: Die Fahrgäste, die am Bahnhof Ostkreuz in den Kulturzug einsteigen, schauen in bekannte Gesichter der Geschichte. Ihre Lebenswege führten diese Berühmtheiten von Breslau nach Berlin – oder von Berlin nach Breslau. Ihre Fotos finden sich auf den Sitzplätzen im Regionalexpress.

 

DB AG/Kristin Lübcke
DB AG/Kristin Lübcke

Im Kulturzug gibt's in der mobilen Bibliothek Lesefutter für die Reise.

Noch nicht genug inspiriert? Auch mit Literatur aus der rollenden Reisebibliothek können sich die Fahrgäste auf ihr Wochenende in der schlesischen Hauptstadt Wrocław einstimmen. Oder die Zeit zwischen Berlin und Breslau nutzen, um anderen Menschen zu begegnen: der Polin, die „ihre“ Heimatstadt deutschen Freunden zeigen will, dem Paar aus den USA, das deutschpolnischer Geschichte nachspürt – oder der Gruppe aus Berlin, die sich aufmacht, um in Breslau Junggesellenabschied zu feiern.

Künstler, Musiker oder Moderatoren machen im Zug Lust auf Kultur – und Laune, Breslau zu erkunden. Konzerte, Gespräche, Lesungen, Theater oder Performances erwarten die Fahrgäste an den Wochenenden bis Ende August. In Mini-Sprachkursen lernen sie etwa erste Worte auf Polnisch, „komponieren“ per Tischtelefon eine Seifenoper oder vergnügen sich beim Tanztee. Wer will, hört mit dem Funkkopfhörer dem Programm aus dem Kulturabteil zu – oder schaut einfach selbst vorbei und macht mit.

Wenn das Abteil zur Bühne wird

Station 2, 13:50 Uhr, kurz hinter Cottbus

„Ist das wirklich schon der ruhige Streckenabschnitt?“, fragt Dominic Oelze. Immer wieder ruckelt es im Abteil, der Boden schwankt. Zusammen mit dem Techniker baut er sein Schlagzeug auf und befestigt das Mikrophon mit Klebeband. Sicher ist sicher. Das Metronom thront auf einem kleinen Ständer mit dünnen langen Beinen. Wo sonst Fahrgäste sitzen, verwandelt sich der Zug heute in eine Bühne für den Musiker der Berliner Staatskapelle. „Das Stück heißt Glamour. Ich nehme ständig eine neue Perspektive zur Vorgabe des Metronoms ein.“

DB AG/Kristin Lübcke
DB AG/Kristin Lübcke

Schlagzeug spielen im Regionalexpress: eine Herausforderung.

Während Dominic Oelze zwei Schlagzeugstöcke über sein Instrument fliegen lässt, saust die Landschaft draußen vorbei, alles in Bewegung. Tik tak, tik tak, tik tak schlägt das Metronom und Oelze im Rhythmus dazu. Lauter Applaus von den Fahrgästen. „Können Sie verschiedene Instrumente in Ihr Schlagzeug einspannen?“, fragt eine Zuhörerin. „Ich sehe da eine leere Weinflasche …?“ „Ja“, lacht der Schlagzeuger, „da kann ich jeden Tag eine neue Flasche einspannen.“ Wenig später tönt mein „Kleiner grüner Kaktus“ und „Veronika, der Lenz ist da“ aus dem Nachbarwagen, klingen Melodien von Richard Strauss durch den Zug: Die Streicher, das Klarinettenquintett und das Bläserensemble der Staatskapelle spielen für die Fahrgäste.

DB AG/Kristin Lübcke
DB AG/Kristin Lübcke

Die Geiger der Staatskapelle bringen Frühlingsstimmung in den Zug.

Gespräch in Fahrt

Station 3, zwischen Forst, Żary, Żagań und Legnica

Im Kulturzug ist jetzt Gedankenaustausch angesagt. Die prominenten Teilnehmer der Talkrunde sind: der Berliner Bürgermeister und Kultursenator Dr. Klaus Lederer und Jakub Mazur, stellvertretender Stadtpräsident von Wrocław. Moderiert wird das Gespräch von Monika Sędzierska vom WDR und Tomasz Sikora, Radio Wrocław.

DB AG/Kristin Lübcke
DB AG/Kristin Lübcke

Jakub Mazur, Klaus Lederer und Monika Sędzierska in voller Fahrt.

Was reizt Sie heute mehr: die Reise im Kulturzug oder das Ziel?

Klaus Lederer: Beides. Der Kulturzug ist ein Medium, das Berlin und Breslau miteinander verbindet. Nachbarn können sich besuchen, kennenlernen und vor Ort mehr über die gemeinsame Geschichte erfahren, die gemeinsamen historischen Wurzeln erkunden. Für mich ist der Kulturzug aber auch eine Mahnung, dass wir daran arbeiten müssen, die physischen Verbindungen zwischen Westschlesien und Ostdeutschland weiter zu verbessern.

Jakub Mazur: Breslau ist eine Stadt mit einer schwierigen Geschichte. Ich fühle Stolz, wenn ich sehe, welch langen Weg wir gegangen sind. Heute sind wir eine europäische Metropole und eine Weltstadt. 127 Nationen leben hier miteinander. Die Breslauer schreiben Toleranz groß.

Breslau war 2016 Kulturhauptstadt. In Rundkuppeln konnte man damals auf Videoscreens sehen, was die Menschen in der anderen Stadt jeweils machen. Sind das nicht nur Symbole, die letztendlich verpuffen?

Klaus Lederer: Mit Symbolen fängt es an, damit darf es aber nicht enden. Das Digitale kann die alltäglich-realen Begegnungen der Menschen nicht ersetzen. Entstehen daraus weitere Kontakte, kann das wie ein Schneeball wirken, der ins Rollen kommt und etwas bewegt. Wie viele Künstler sind beispielsweise in den letzten drei Jahren mit dem Kulturzug von A nach B gefahren? Wenn sich nur aus zehn Prozent der entstandenen Begegnungen etwas entwickelt, ist das eine lebendige Zivilgesellschaft, die kein Stadtmarketing ersetzen kann.

Wie stellen Sie sich den Kulturzug in zehn Jahren vor? Werden wir dann schweben? Und: Was wünschen Sie sich für Ihre intelligente Stadt der Zukunft?

Klaus Lederer: Ich wünsche mir eine schnellere Bahnverbindung, mit der sich die Menschen der beiden Städte in gut zwei Stunden erreichen können. Für die smarte Stadt Berlin wünsche ich mir, dass sie dabei hilft, das reale Leben der Bevölkerung barrierefreier und komfortabler zu organisieren. Dafür brauchen wir aber auch die Politik.

Jakub Mazur: Ich würde mir wünschen, dass Breslau in zehn Jahren dort steht, wo Berlin in fünf Jahren sein wird. Die Spreemetropole ist weltweit führend in puncto Smart City. Große Investitionen können wir uns zwar nicht leisten, aber lassen Sie es mich so ausdrücken: Breslau 2030 soll schön, schlau und reich sein. Ein Ort, der vereint und inspiriert.

Super Sound in der historischen Bahnsteighalle

Station 4, 16:04 Uhr, Legnica

Nächster Halt: das polnische Legnica. Wie ein riesiger hoher Bogen überspannt die Bahnsteighalle die mittleren Gleise. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude aus den 1920er-Jahren erinnert an den Hamburger Hauptbahnhof. Nur eine Nummer kleiner. Am Bahnsteig empfangen Schülerinnen und Schüler des städtischen Musikgymnasiums den roten Kulturzug. Aus ihren Instrumenten klingt ein beschwingter Marsch von Benjamin Bilse in der Halle. Der gebürtige Liegnitzer begeisterte mit seinen Kompositionen schon Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. Und auch die 140 Fahrgäste, die jetzt aus dem Kulturzug steigen, sind begeistert.

DB AG/Kristin Lübcke
DB AG/Kristin Lübcke

Beste Laune beim gemeinsamen Konzert von Schülern des Musikgymnasiums Legnica und der Berliner Staatskapelle.

Sogar ein Tänzchen wird auf dem „peron“, dem Bahnsteig, gewagt. Das Bläserensemble fällt ein – und legt noch den flotten Eisenbahngalopp nach: ein weiteres Stück von Bilse, das er 1844 zur Eröffnung der Eisenbahnstrecke Breslau-Liegnitz komponiert hatte. „Zugabe, Zugabe“, fordern die Zuschauer. Der Lokführer schüttelt den Kopf: „Bitte einsteigen, sonst sind wir nicht pünktlich in Breslau.“

Herzlich willkommen in Wrocław

Station 5, 16:48 Uhr, Ankunft in Breslau

Pünktlich um 16:48 Uhr fährt der Kulturzug in Bahnhof Wrocław Glowny ein. Dank erstklassiger Unterhaltung ist die Zeit vorbeigeflogen. Gut vier Stunden braucht der Regionalexpress für knapp 350 Kilometer. Der Grund: Auf mehreren eingleisigen Abschnitten liegt das Tempolimit bei 80 Kilometern pro Stunde. Ein Blick in alte Kursbücher zeigt jedoch: Vor über 80 Jahren ging das viel schneller. Denn die Strecke führte über Guben und Sommerfeld (heute Lubsko) in das niederschlesische Breslau. Mit dem legendären „Fliegenden Schlesier“ erreichten die Reisenden bei manchen Verbindungen sogar in Rekordzeit ihr Ziel: 1938 schafft ein Zugpaar die Strecke in nur 2 Stunden und 42 Minuten und in 2 Stunden und 34 Minuten. Der violette Schnellzug fuhr Nonstop durch, ohne Zwischenhalte.

DB AG/Kristin Lübcke
DB AG/Kristin Lübcke

Der Kulturzug bringt die Berliner am Wochenende per Direktverbindung nach Breslau.

Doch bereits 1939 wird die schnelle Verbindung nach Breslau eingestellt. Erst nach der Wende steht Berlin – Wrocław wieder ohne Umsteigen auf dem Fahrplan. Der EC Wawel verband zunächst als InterCity, später als EuroCity, die Städte Hamburg, Berlin, Breslau und Krakau (bis 2012). 2014 wurde die Zugverbindung eingestellt. Von Berlin aus erreichte man Wrocław mit der Bahn nur noch über Umwege. Die Fahrt über Węgliniec dauerte fünfeinhalb Stunden, doppelt so lange wie vor dem zweiten Weltkrieg. 2016 war es dann soweit. Mit dem Kulturzug erreichten Reisende an den Wochenenden die beiden Städte wieder direkt. Ein Angebot, das bei Berlinern und Breslauern gut ankommt.

x
Bild: DB AG

Deutsche Bahn – Das Europa-ABC

Handelskrieg, Klimawandel, Brexit – Europa steht vor großen Herausforderungen. Und bei der Europawahl am 26. Mai werden die Weichen für unsere gemeinsame Zukunft gestellt. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass möglichst viele Menschen wählen gehen. Vor allem mit Blick auf die Generation, die es später betrifft: Unsere Kinder.

Deutsche Bahn – Das Europa-ABC

Handelskrieg, Klimawandel, Brexit – Europa steht vor großen Herausforderungen. Und bei der Europawahl am 26. Mai werden die Weichen für unsere gemeinsame Zukunft gestellt. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass möglichst viele Menschen wählen gehen. Vor allem mit Blick auf die Generation, die es später betrifft: Unsere Kinder.

Unter dem Motto #BahnfuerEuropa ruft der Konzern Deutsche Bahn mit einem lustigen, aber ernst gemeinten Kinderlied zur Europawahl auf. Von A wie „alle“ bis Z wie „zusammen“ besingen die Kinder ihre Sicht auf Europa. Ihr eindringlicher Appell: „Am 26. Mai ist Europawahl. Geht hin!“

x
Bild: DB AG/Jan Frintert

Schneller zur goldenen Stadt

Die sächsische Landeshauptstadt befindet sich in der südöstlichsten Ecke Deutschlands, liegt damit aber in der Mitte Europas. Nach Polen und Tschechien ist es nur ein Katzensprung. Bald soll eine neue Strecke Deutschland und Tschechien noch besser miteinander verbinden.

Schneller zur goldenen Stadt

Die sächsische Landeshauptstadt befindet sich in der südöstlichsten Ecke Deutschlands, liegt damit aber in der Mitte Europas. Nach Polen und Tschechien ist es nur ein Katzensprung. Bald soll eine neue Strecke Deutschland und Tschechien noch besser miteinander verbinden.

Derzeit führt der Bahnverkehr nach Süden ausschließlich durch das enge Elbtal. Das soll sich ändern: Politik und DB sind sich einig, die neue Strecke nach Prag wird gebraucht, auch als wichtiger Teil der Achse Hamburg-Wien-Istanbul. Aktuell beginnen die ersten Vorplanungen. Das Raumordnungsverfahren wird vorbereitet, in diesem wird geklärt, wie die geplante Strecke verträglich eingeordnet werden kann. Dafür werden ökonomische, soziale, ökologische aber auch kulturelle Aspekte bewertet.

DB / Jan Frintert

Hier in der sächsischen Kleinstadt Heidenau soll die neue Strecke abzweigen.

An diesen Vorbereitungen ist auch Vladislava Kostkanová beteiligt. Die Ingenieurgeologin arbeitet gewissermaßen für die DB daran, künftig schneller in ihre Heimat fahren zu können. Geboren ist sie im tschechischen Nordmähren, aufgewachsen in Prag. Dort, an der Karls-Universität, hat sie Geologie mit der Vertiefung Ingenieurgeologie studiert.

Trassenführung unter der Erde

„Ich habe mich schon als Kind für Steine interessiert“, erzählt sie. Nach dem Studium kam sie nach Dresden für eine Stelle an der hiesigen Technischen Universität. Seit 2008 lebt sie nun hier, inzwischen mit Mann und Kindern – die natürlich zweisprachig aufwachsen. Anfang des Jahres gab es das Stellenangebot der DB Netz, da hat sie keine Sekunde gezögert. 

Ihre Kenntnisse werden beim Bau der künftigen Strecke gebraucht. Auch wenn die genaue Trassenführung noch nicht feststeht, klar ist, es wird ein großer Teil unterirdisch verlaufen. Von Dresden nach Prag wird sich die DB also durch jede Menge Steine wühlen, die Vladislava Kostkanová so liebt. Ein Job wie für sie gemacht.

DB / Jan Frintert

Durch den Berg oder drüber? Die Vorplanungen haben begonnen.

Künftig in einer guten Stunde nach Prag

Um das Giga-Projekt zu realisieren, arbeitet die Deutsche Bahn eng mit der tschechischen Eisenbahn-Infrastrukturverwaltung SŽDC zusammen. Derzeit wird ein gemeinsamer Planungsvertrag erarbeitet, der die Planung für den Bau des grenzübergreifenden Tunnels regelt. Bei diesen Abstimmungen ist es natürlich von Vorteil, wenn eine Muttersprachlerin im Team ist. 

Bei einer Streckenbereisung konnte sie sich schon mal vor Ort ein Bild machen. Projektleiter Kay Müller hatte eingeladen und Vertreter der Bahn und des Freistaates Sachsen ließen sich vor Ort erklären, wo künftig die neue Eisenbahntrasse entlang führen könnte.

DB / Jan Frintert

Projektleiter Kay Müller erläutert die Unterschiede der verschiedenen Varianten, die Ingenieurgeologin Vladislava Kostkanová hört aufmerksam zu.

Mit der neuen Strecke könnte die Fahrt zwischen Dresden und Prag von aktuell 135 auf gut 60 Minuten verkürzt werden. Der Ausbau dient neben der Verkürzung der Reisezeiten im Personenverkehr auch dazu, der gestiegenen Nachfrage im Güterverkehr nachzukommen – und Europa enger auf der Schiene zu verbinden.

Detailplanung ab nächstem Jahr

Aktuell finden die Voruntersuchungen statt und das Raumordnungsverfahren wird vorbereitet. Danach erstellt die Landesdirektion Sachsen ein Gutachten über die Verträglichkeit der potenziellen Streckenführungen mit den Zielen der Landesplanung. Erst dann kann es in die Detailplanung gehen und die genaue Streckenführung ausgearbeitet werden. 

Fest steht, dass eine zweigleisige Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Heidenau und Ústí nad Labem (Aussig) entstehen soll – im Personenverkehr für Geschwindigkeiten bis 200 km/h im Güterverkehr bis 120 km/h. Die rund 43 Kilometer lange Strecke wird mit dem ETCS (European Train Control System) ausgerüstet, es wird einen Überholbahnhof geben und einen Tunnel durch das Erzgebirge von mindestens 25 Kilometer Länge.

DB / Jan Frintert

Vladislava Kostkanová - aufgewachsen in Prag, neue Heimat in Dresden – nun arbeitet sie an der schnelleren Verbindung der beiden Städte.

Recherchen in Tschechien

Da kommt viel Arbeit auf die Geologin Kostkanová zu. Und die freut sich drauf. „Ich arbeite mich in das Projekt ein und lerne dabei viel“, sagt sie. Dabei kann sie die Besonderheiten des tschechischen Raumordnungsverfahren mit dem Deutschen vergleichen. Außerdem hat sie die legislativen Anforderungen für die Erkundungsarbeiten in Tschechien recherchiert, damit die Ausschreibungen für den gemeinsamen Planungsraum international vorbereitet werden können. „Ich beteilige mich auch aktiv an den Beratungen über den Planungsvertrag für den gemeinsamen Planungsraum, und unterstütze das deutsche Team in der Kommunikation mit der tschechischen Seite.“ 

Schöner Effekt für sie ist natürlich: wenn die Strecke mal fertig ist, kann sie viel schneller zu ihren Eltern in die goldene Stadt, nach Prag, fahren.

x
Bild: DB AG

Europa in der DB: Zuhal Nalbant

Die aus Österreich stammende Zuhal Nalbant arbeitet im Bereich „Europäisches Korridor Management“ bei DB Netz und ist eines der vielen Beispiele für die Vielfalt und Internationalität der DB. Was ist ihre Geschichte, wie ist sie zur DB gekommen und was bedeutet Europa für sie? Hier erzählt sie es.

Europa in der DB: Zuhal Nalbant

Die aus Österreich stammende Zuhal Nalbant arbeitet im Bereich „Europäisches Korridor Management“ bei DB Netz und ist eines der vielen Beispiele für die Vielfalt und Internationalität der DB. Was ist ihre Geschichte, wie ist sie zur DB gekommen und was bedeutet Europa für sie? Hier erzählt sie es.

Seit 15 Jahren ist Zuhal Nalbant, 41 Jahre, im Auftrag der DB für Europa unterwegs. Anfangs arbeitete sie bei der EU-Konzernrepräsentanz der DB AG in Brüssel, seit mittlerweile 11 Jahren arbeitet sie an internationalen/europäischen Themen bei der DB Netz AG, derzeit als Programm Managerin im Europäischen Korridor Management für die SGV-Korridore Nordsee-Ostsee und Rhein-Donau auf deutschem Boden. Die Wahl-Frankfurterin hat täglich mit Menschen aus ganz Europa zu tun und vermittelt zwischen einzelnen Länder-Interessen, um gemeinsame Lösungen zu schaffen.

x
Bild: Christian Mueller - shutterstock

Heute in Straßburg, morgen in Siebenbürgen: Unterwegs entlang Europas Flüssen mit dem TEN-Korridor Rhein–Donau

2.857 Kilometer – das ist die gesamte Länge der Donau. Schon seit jeher wird der zweitgrößte Fluss Europas zum Transport von Gütern genutzt. Durch Multimodalität kann dieses Potenzial heute noch gesteigert werden, denn auf dem Wasserweg alleine erreicht man nicht jeden Winkel Europas. Was damit gemeint ist, und welche Rolle die Deutsche Bahn dabei spielt, lässt sich am TEN-Korridor Rhein–Donau gut erklären.

Lebensadern Europas: Die TEN-Korridore

Heute in Straßburg, morgen in Siebenbürgen: Unterwegs entlang Europas Flüssen mit dem TEN-Korridor Rhein–Donau

 

2.857 Kilometer – das ist die gesamte Länge der Donau. Schon seit jeher wird der zweitgrößte Fluss Europas zum Transport von Gütern genutzt. Durch Multimodalität kann dieses Potenzial heute noch gesteigert werden, denn auf dem Wasserweg alleine erreicht man nicht jeden Winkel Europas. Was damit gemeint ist, und welche Rolle die Deutsche Bahn dabei spielt, lässt sich am TEN-Korridor Rhein–Donau gut erklären.

Christian Mueller - shutterstock

Die malerische Stadt Straßburg im französischen Elsass ist Hauptstadt des Département Bas-Rhin. Hier hat das Europäische Parlament seinen Hauptsitz – und hier beginnt der TEN-Korridor Rhein–Donau.

Multimodal – europaweite Vernetzung

Schon der Name verdeutlicht die Dimensionen des Korridors: Er folgt der Donau vom Rhein durch ganz Europa, bis sie in Rumänien ins Schwarze Meer fließt. Dabei verläuft er durch Deutschland, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Bulgarien und Rumänien, zu Wasser, auf der Straße und auf der Schiene – mit steigender Tendenz. Dazu gibt es Abzweige, die die Anbindungen in die Regionen erweitern. Auf seiner Nordroute führt der Korridor entlang des Mains und der Donau, südlich über Stuttgart und München, und durch zwei abzweigende Bahnlinien nach Tschechien sogar von Prag und Žilina im Nordwesten der Slowakei bis an die ukrainische Grenze.

Radu Bercan – shutterstock

Constanța ist die älteste Stadt Rumäniens. Mit einer Länge von 30 Kilometern ist sein Hafen nicht nur der größte am Schwarzen Meer, sondern der 17. größte Hafen in Europa.

Der Korridor endet am rumänischen Hafen Constanța am Schwarzen Meer und dem Binnenhafen Galați, wodurch sich der Begriff „Multimodalität“ sehr gut erklären lässt: neben Schienenstrecken umfasst das System auch Straßen, Flughäfen, Häfen und Binnenhäfen sowie Schifffahrtsstraßen wie den Main-Donau-Kanal. Bei Kelheim verbindet dieser die Donau über den Main mit den Atlantikhäfen als globale Handelsknotenpunkte. So werden die Binnenhäfen zu Drehkreuzen, von denen aus die Güter weitertransportiert werden. Häufig geschieht das auf der Schiene. Von Ost nach West, quer über den ganzen Kontinent werden Transport- und Verkehrsmittel miteinander verbunden. Diese Verknüpfung aller verfügbaren Möglichkeiten zum Transport, das ist Multimodalität.

Rhein und Donau als Verkehrsachsen

Durch Deutschland fließt auch die wichtigste Binnenwasserstraße und einer der am meistbefahrenen Frachtwege Europas: der Rhein, auch er wird über den Korridor angebunden. Allein am Oberrhein kreuzt er vier weitere TEN-Korridore, die Region wird damit zu einem der wichtigsten Mobilitätsknoten Europas. Damit nimmt Deutschland einen großen Teil des europäischen Binnengüterverkehrs auf. Gleichzeitig werden durch den Rhein die Atlantik-Seehäfen Rotterdam und Antwerpen über Genua mit dem Mittelmeer verbunden. So entsteht eine Verkehrsachse zwischen einigen der größten europäischen Wirtschaftszentren.

Die EU-Kommission hat die Schlüsselrolle der Binnenhäfen in einem multimodalen Verkehrsnetzwerk erkannt. Bis zu 50 Prozent des Gütertransports über eine Distanz von mehr als 300 Kilometer soll von der Straße auf andere Transportwege wie Schienen- und Wasserstraßen verlegt werden. Bis 2030 wird so ein multimodales transeuropäisches Kernnetz aufgebaut. In diesem Kernnetz verbindet der TEN-Korridor Rhein–Donau Straßburg und Süddeutschland mit Osteuropa.

DB AG/Wolfgang Klee

Der Rhein, hier in Köln, ist die wichtigste Binnenwasserstraße Europas. Durch den Korridor ist er mit dem Schienenverkehr vernetzt und verbindet Osteuropa mit Atlantikhäfen wie Rotterdam.

Europäischer Ausbau mit regionaler Bedeutung

Damit dieses Netzwerk wirklich multimodal und erfolgreich wird, investieren wir als Deutsche Bahn in Infrastrukturprojekte entlang des Rhein-Donau-Korridors:

Die Strecke zwischen München und Freilassing an der deutsch-österreichischen Grenze zum Beispiel wird zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. Damit kann der Güterverkehr künftig schneller und umweltfreundlicher als bisher abgewickelt werden. Davon profitieren auch die Menschen in der Region und wichtige Wirtschaftsstandorte wie zum Beispiel das ChemDelta Bavaria, ein Zentrum der deutschen Chemieindustrie, werden besser an den Schienenverkehr angebunden.

Ein anderes prominentes Beispiel: In Stuttgart wird der Schienenverkehr durch das ambitionierte Bauprojekt Stuttgart 21 komplett neu geordnet und der neue, unterirdische Hauptbahnhof durch die Ausbaustrecken Wendlingen–Ulm und Ulm–Augsburg mit dem schnellen Fernverkehr verbunden: Da Personen- und Güterverkehr auf getrennte Strecken verlegt werden, steigen die Kapazitäten, gleichzeitig sinken die Fahrtzeiten.

Vom TEN-Korridor Rhein-Donau und einem multimodalen Kernnetz profitieren sehr viele Menschen in Europa – auch wenn die meisten noch nie von ihm gehört haben. Aber sein Nutzen wird auf allen Ebenen spürbar: vor Ort, in den Regionen und in allen Ländern, die er auf seinem weiten Weg durch Europa durchquert.

Korridor-Steckbrief

Länge: 5.775 Kilometer

Verlauf: Von Straßburg durch Deutschland auf einer Achse nördlich entlang des Mains und der Donau durch Tschechien und die Slowakei bis an die ukrainische Grenze, südlich via Stuttgart und München durch Österreich und Ungarn, über mehrere Äste nach Bulgarien und zu den rumänischen Häfen am Schwarzen Meer.

Beteiligte Länder: Frankreich, Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Bulgarien, Rumänien

Wichtige Schieneninfrastrukturprojekte:

Korridor-Website der Europäischen Kommission

x
Bild: DB AG/fischerAppelt

Bahner und Herthaner - gemeinsam für Vielfalt

Was die DB und Hertha BSC gemeinsam haben? Vielfalt! Wir haben internationale Mannschaften und stehen für Vielfalt und Europa. 

Bahner und Herthaner - gemeinsam für Vielfalt

Was die DB und Hertha BSC gemeinsam haben? Vielfalt! Wir haben internationale Mannschaften und stehen für Vielfalt und Europa. 

Deshalb stellen die Deutsche Bahn und Hertha BSC das Saisonfinale am 18. Mai ganz unter das Motto „Vielfalt“. Für die Aktion standen die Spieler des Vereins und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn gemeinsam vor der Kamera um ein klares Statement abzugeben: Es ist egal, wo du herkommst - bei uns gehörst du dazu!

Der Spot wird am Samstag beim Saisonfinale im Olympiastadion Berlin gezeigt.

Ein Team – über 100 Nationen

Allein in Deutschland arbeiten bei uns Kolleginnen und Kollegen aus über 100 Nationen und wir alle profitieren von den Verkehrsnetzen, die die Lebensadern Europas sind. Grund genug, um die Vielfalt zu feiern!

x
Bild: DB AG

Europa in der DB: Roman Rafalczuk

Roman Rafalczuk lebt in Polen, ist Lokführer bei DB Cargo und einer unserer europäischen Kollegen, die wir im Vorfeld der Europawahl vorstellen. Was ist seine Geschichte, wie ist er zur DB gekommen und was bedeutet Europa für ihn? Hier erzählt er es. Film ab.

Europa in der DB: Roman Rafalczuk

Roman Rafalczuk lebt in Polen, ist Lokführer bei DB Cargo und einer unserer europäischen Kollegen, die wir im Vorfeld der Europawahl vorstellen. Was ist seine Geschichte, wie ist er zur DB gekommen und was bedeutet Europa für ihn? Hier erzählt er es. Film ab.

Roman Rafalczuk, 55 Jahre, ist Triebfahrzeugführer im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Polen und Deutschland bei DB Cargo Polska. Dafür hat er eine spezielle Ausbildung, denn der grenzüberschreitende Verkehr bedarf eines ganz eigenen Prozederes. Rafalczuk lebt in Polen und arbeitet seit 1983 bei der DB. Lokführer und Europäer – beides ist er aus Überzeugung.

x

„Tu was für Europa“ - mit prominenter Unterstützung

Zur Auftaktveranstaltung des Vereins „Tu was für Europas“ versammelten sich am Abend des Europatages am 9. Mai 2019 namhafte Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft in Berlin. Sie alle eint das Ziel, die Menschen in unserem Land für Europa zu begeistern und zu aktivieren. Die Deutsche Bahn ist als Unterstützer des Vereins mit dabei.

„Tu was für Europa“ - mit prominenter Unterstützung

Zur Auftaktveranstaltung des Vereins „Tu was für Europas“ versammelten sich am Abend des Europatages am 9. Mai 2019 namhafte Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft in Berlin. Sie alle eint das Ziel, die Menschen in unserem Land für Europa zu begeistern und zu aktivieren. Die Deutsche Bahn ist als Unterstützer des Vereins mit dabei.

Neben Initiator Martin Schulz kamen unter anderem Bahnchef Richard Lutz, Schauspieler Daniel Brühl, Sängerin Joy Denalane und Starköchin Léa Linster in das Allianz Forum am Brandenburger Tor. Aus München schaltete sich Moderator und Gründungsmitglied des Vereins Klaas Heufer-Umlauf in die Veranstaltung. Sie alle möchten im Wortsinn Flagge zu zeigen für ein starkes und erfolgreiches Europa und Menschen mobilisieren. Unter dem Hashtag #myeurope ist jeder aufgerufen, Flagge für Europa zu zeigen, sein eigenes, individuelles Europa mit bunten Europa-Fahnen zu gestalten.

Die farbenfrohen EU-Fahnen leuchteten zum Abschluss der Veranstaltung auch auf der Fassade des Berliner Hauptbahnhofes. Noch bis zum Tag der Europawahl wird das Blau mit dem Sternenkranz jeden Abend auf der Fassade des Bahnhofs am Washingtonplatz sichtbar sein.

Alle Informationen zur Initiative „Tu was für Europa“, Hintergründe, Mitglieder und viele Wortmeldungen zum Thema „Mein Europa“ sowie Anregungen dazu, wie Sie aktiv werden können, finden Sie unter www.do-something-for-europe.com.

x